
Es geht nicht nur um die Lampe selbst
Den Verkauf einer Lampe ist der einfache Teil – jeder kann schließlich eine Lampe in eine Schachtel packen und versenden. Doch wie kommt man dazu, dass ein Ofen für die Glasherstellung eine konstante Temperatur über eine Länge von 50 Metern aufrechterhält? Das ist schon schwieriger. Die meisten Leute kommen zu uns mit der Bitte um eine bestimmte Leistung oder Länge der Lampe. Wir raten ihnen jedoch davon ab. Stattdessen sprechen wir über die thermische Belastung sowie den Abstand zwischen den Lampen. Denn das ist es, was wirklich wichtig ist.
Die Realität beim Erhitzen von Glas
Wenn man internen Spannungen im Glas ausweichen möchte, braucht man eine Kühlkurve, die konstant bleibt. Dafür verwenden wir Quarz-Halogenlampen. Warum? Weil sie kurzwelliges Infrarotlicht abgeben, das tatsächlich ins Glas eindringt – anstatt nur von der Oberfläche abprallenz zu bleiben.
Wenn man sich für eine bestimmte Lampe entscheidet – beispielsweise eine Lampe mit hoher Leistung und bestimmtem Spannungsniveau – entscheidet man im Grunde darüber, wie viel Wärme auf das Produkt abgegeben wird.
Aber hier liegt das Problem: Hohe Wärmestärken sind zweischneidig. Natürlich erreicht man mit einer Lampe, die eine hohe Leistung bei geringem Platzbedarf liefert, die gewünschte Temperatur schneller. Doch wenn der Reflektor oxidiert ist oder der Abstand zwischen den Lampen nicht genau stimmt, entstehen Hotspots. Und Hotspots führen zu optischen Verzerrungen – was wiederum bedeutet, dass das Glas beschädigt wird.
Die technischen Aspekte
Wir verwenden standardisierte Anschlüsse wie R7s oder SK15. Das ist einfach – dadurch können die Lampen problemlos ausgetauscht werden. Wir verwenden außerdem Quarzkörper, da diese die Hitze aushalten können und das Infrarotlicht ungehindert durchlassen.
Es gibt allerdings immer Kompromisse. Wenn man die Spannung erhöht, um mehr Leistung zu erzielen, belastet man den Glühfaden stark. Wir sehen das ständig: Lampen gehen viel zu früh kaputt, weil die Stromversorgung unregelmäßig ist oder Staub den Kühlstrom blockiert. Wenn die Stromversorgung schwankt, sinkt auch die Qualität des Produkts. So einfach ist das.
Warum wir persönlich vorbeikommen
Eine Datenblatt ist nur ein Stück Papier. Es verrät uns nicht, wie sich der Ofen an einem Dienstagnachmittag tatsächlich verhält. Deshalb bevorzugen wir es, direkt in der Werkstatt vorbeizukommen. Wir möchten selbst die Wärmeverteilung sehen. Wir suchen nach „Kaltzonen“, in denen die Lampen nicht richtig zusammenspielen. Wir prüfen außerdem, ob die Verkabelung unter der Last funktioniert.
Wir verkaufen Ihnen nicht einfach nur eine Schachtel mit Lampen. Wir sorgen dafür, dass die Wärmeverteilung in Ihrer Maschine genau so funktioniert, wie es für Ihr Produkt notwendig ist.